Liebe Eltern, Angehörige, Sorgeberechtigte,

mit dieser Seite möchten wir uns gezielt an Sie wenden. Wir haben versucht wichtige Informationen für Sie zusammenzufassen. Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben und/oder haben Sie noch weitere Fragen so können Sie uns jederzeit telefonisch oder per E-Mail kontaktieren:
Telefon: 02941 9689553 Frau Henze-Schrewe
E-Mail: henze-schrewe(at)skm-lippstadt.de

Die jonathan – Jugendwohngruppe ist für Jugendliche mit manifesten psychischen Störungen und entsprechenden Diagnosen konzipiert, bei denen zusätzlich eine Schulvermeidungsproblematik vorliegt. Eine stationäre Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist bei den Jugendlichen nicht mehr bzw. noch nicht ärztlich indiziert, wobei eine unmittelbare Rückkehr in die Familie bzw. der Verbleib in der Familie wegen Rückfallgefährdung und der damit verbundenen sich verstärkenden sozialen Beinträchtigung häufig nicht möglich ist.
Auch ist eine angemessene Förderung in den Regeleinrichtungen der Erziehungshilfe häufig nicht gegeben bzw. nicht möglich, weil die psychische Erkrankung zu sehr im Vordergrund steht und somit besondere strukturelle und personelle Hilfen erforderlich sind, um eine altersgemäße Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Die Wohngruppe ist für sieben Personen im Alter von 14 bis 18 Jahren als Intensivangebot konzipiert. Zusätzlich befindet sich ein weiterer Platz im Rahmen von stationärem Einzelwohnen im Sinne der Verselbständigung in der Nähe der Wohngruppe.

  • Krankheitsbilder

    Krankheitsbilder

    Bei den Krankheitsbildern handelt es sich in erster Linie um:

    • Psychosen
    • Persönlichkeitsstörungen und Störungen der Persönlichkeitsentwicklung
    • Psychosomatische Erkrankungen
    • Schwere neurotische Störungen und Erkrankungen
    • Impulskontrollstörungen (nicht gebundene Süchte)

    Die Jugendlichen bedürfen einer fachgerechten Unterstützung im Sinne einer pädagogischen und therapeutischen Maßnahme, die für die altersangemessene Persönlichkeitsentwicklung notwendig ist. Eine Hinführung an schulische Einrichtungen und Ausbildungsstätten sowie dauerhafte Anbindung soll gefördert werden.

  • Pädagogisches und therapeutisches Programm

    Pädagogisches und therapeutisches Programm

    • Klärung, Vorbereitung und Begleitung in Bezug auf Schule/Praktikum/Ausbildung
    • Entdecken und Wiederbeleben eigener Fähigkeiten und Stärken
    • Entwicklung von Alltagskompetenzen
    • Verbesserung der Situation durch Setzen kleiner Ziele, die den Jugendlichen an Erfolge außerhalb virtueller Welten heranführt
    • Vorbereitung und Begleitung des Überganges in eine neue Lebenssituation
    • Schaffung eines Schutzraumes für die persönliche Entwicklung
    • Entwicklung einer persönlichen Perspektive/Lebensplanung
    • Gewährleistung fachärztlicher Behandlung in Kooperation mit den Ambulanzen der Kinder- und Jugendkliniken, der niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater
    • Einleitung der Nachsorge durch ein ausgebautes Nachsorgesystem, dass sich auf die Zielgruppe (jugendliche und Eltern) adäquat einstellt
    • Auseinandersetzung mit Biografie und Familiengeschichte
    • Zusammenarbeit mit der Familie bzw. mit Angehörigen
    • Auseinandersetzung mit der Erkrankung und Förderung der Akzeptanz der ggf. daraus folgenden Beeinträchtigungen
    • Entwicklung eines persönlichen Krankheits- und Krisenmanagements und Skilltraining
  • Weitere Therapieangebote

    Weitere Therapieangebote

    • Ergotherapie
    • Lauftherapie
    • Reittherapie
    • Tiergestütztes Arbeiten
    • Kunsttherapie
    • Musiktherapie
    • Akkupunktur
    • Soziales Kompetenztraining
    • Psychoedukation
    • DBT (Dialektisch-Behaviorale Therapie)
  • Interdisziplinäres Team

    Interdisziplinäres Team

    Unser Team setzt sich aus pädagogischen und therapeutischen Fachpersonal zusammen:

    • Diplom Pädagoge*in/Diplom Sozialpädagoge*in
    • Sozialpädagoge*in/-arbeiter*in Bachelor
    • Psycholog*in/ Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in
    • Heilpädagoge*in/Erzieher*in/Heilerziehungspfleger*in mit Fachschulausbildung
    • Gesundheits- und Krankenpfleger*in mit psychiatrischer Zusatzausbildung oder langjähriger psychiatrischer Erfahrung
    • Hauswirtschafter*in
    • Sonderschullehrer*in/Lehrer*in/Ergotherapeut*in
    • Pädagogische Hilfs- und therapeutische Honorarkräfte

    Nachtbereitschaften für 365 Tage im Jahr werden vorgehalten, die Rufbereitschaft der jona Facheinrichtung mit therapeutischem Fachpersonal steht für Kriseninterventionen gleichsam zur Verfügung.
     

  • Aufnahmeverfahren

    Aufnahmeverfahren

    Eine erste Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel durch die zuständigen Jugendämter, Sozialdienste, Eltern oder Vormünder der betroffenen Jugendlichen.

    • Ein Vorstellungsgespräch
      bietet die Möglichkeit die Jugendwohngruppe kennen zu lernen. Ferner werden die individuellen Ressourcen der Jugendlichen unter Berücksichtigung der biografischen und schulischen Entwicklung und des bisherigen Krankheitsverlaufs geklärt.
    • Ein Probewohnen
      kann bis zu einer Woche vereinbart werden. Es ermöglicht ein gegenseitiges Kennenlernen. Dazu benötigen wir aktuelle Sozial- und Arztberichte.
    • Eine Aufnahme
      kann erfolgen, wenn eine entsprechende Indikation vorliegt, die Kostenzusage seitens des Kostenträgers gegeben ist und ein Platz in der therapeutischen Jugendwohngruppe frei geworden ist.
  • Kostenträger

    Kostenträger

    Kostenträger für die jonathan – Jugendwohngruppe sind die örtlichen Jugendämter. Die Aufnahme und Hilfeleistungen erfolgen in der Regel auf der Grundlage des § 35a und/oder § 41 SGB VIII in Verbindung mit § 36 SGB VIII. In Verbindung mit dem SGB IX haben diese Angebote einen rehabilitativen Schwerpunkt. In begründeten Ausnahmefällen kann eine Aufnahme nach § 53, 54 SGB XII erfolgen.